Drahterodieren schärft Profil.

Innerhalb nur 20 Jahren hat sich die PREMEX GmbH in Remchingen zu einem weltweit renommierten Zulieferbetrieb für geschliffene Hartmetallrohlinge entwickelt. Gründe für diesen Erfolg sieht Mitgeschäftsführer Marc Huser vor allem in der Begeisterung für Innovation und Qualität. So nutzen die Rund- und Profilschleifer in Remchingen als eine der ersten industriellen Anwender das Drahterodieren, um ihre Profilschleifscheiben abzurichten.

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Drahterodieren schärft Profil. Durch Drahterodieren abgerichtete Schleifscheiben erreichen deutlich längere Standzeiten.

Drahterodieren schärft Profil.

Innerhalb nur 20 Jahren hat sich die PREMEX GmbH in Remchingen zu einem weltweit renommierten Zulieferbetrieb für geschliffene Hartmetallrohlinge entwickelt. Gründe für diesen Erfolg sieht Mitgeschäftsführer Marc Huser vor allem in der Begeisterung für Innovation und Qualität. So nutzen die Rund- und Profilschleifer in Remchingen als eine der ersten industriellen Anwender das Drahterodieren, um ihre Profilschleifscheiben abzurichten.

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Drahterodieren schärft Profil. Durch Drahterodieren abgerichtete Schleifscheiben erreichen deutlich längere Standzeiten.

Die PREMEX GmbH in Remchingen produziert inzwischen für ein sehr breites Spektrum an Auftraggebern in aller Welt. Das Unternehmen liefert Hartmetallrohlinge zum einen für regionale Werkzeugschleifer. Diese schleifen daraus meist Sonderwerkzeuge, wie Fräser und Stufenbohrer, zum Bearbeiten von Holz, Kunststoffen und Metall. Zum anderen fertigen die Remchinger Rundschleifer für international tätige Werkzeughersteller. Das betrifft dann überwiegend Hartmetallrohlinge mit vorbereiteten Geometrien und Konturen für Werkzeuge spezieller Fertigungsverfahren, zum Beispiel für Gewindebohrer oder für mehrschneidige Werkzeuge zum Entgraten und Besäumen faserverstärkter Kunststoffe.

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Innovationen nutzen

Wie Marc Huser, Mitgeschäftsführer bei der PREMEX GmbH in Remchingen, berichtet, agiert die PREMEX stets innovativ. Die Spezialisten wollen von den Vorteilen aktueller Innovationen profitieren. Bei einer Vorführung und Informationsveranstaltung am Kompetenzzentrum für Fertigung in Tuttlingen, geleitet von Prof. Dr.-Ing. Bahman Azarhoushang, im Jahr 2018 haben Marc Huser und seine Techniker erstmals das Profilieren von Schleifscheiben auf Drahterodiermaschinen gesehen. Dazu erläutert Marc Huser: „Die Vorteile waren sofort eindeutig erkennbar. Beim Drahterodieren werden die einzelnen, gebundenen Schleifkörner freigelegt. Das sorgt dafür, dass die Schleifscheibe aggressiver arbeitet. Zudem setzen sich die Schleifkörner erst nach längerer Zeit zu. Das erhöht deutlich die Zeitintervalle zum erneuten Abrichten und Nachschärfen.“

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So entschieden sich die Spezialisten für geschliffene Hartmetallrohlinge, in diese innovative Technologie zu investieren. Wie Marc Huser sagt, habe es bei der Wahl der dazu geeigneten Drahterodiermaschinen nur eine richtige Entscheidung gegeben: „Vorbild für uns war die Ausstattung am Kompetenzzentrum in Tuttlingen. Dort funktioniert die Technologie, die passenden Technologieparameter sind bereits erarbeitet. Somit war bei der Investition klar, dass wir uns für die Technologie und die Drahterodiermaschinen von Mitsubishi Electric entscheiden“, führt er aus. Deshalb hat die PREMEX im Frühjahr 2020 in eine Drahterodiermaschine MV1200R Connect investiert. Diese ist zusätzlich mit einer Rotationsachse, ähnlich einem Spindelstock einer Drehmaschine, von ITS ausgestattet. Er nimmt Schleifscheiben mit einer HSK-Werkzeugaufnahme auf. In einem kontinuierlichen Ablauf können darauf Schleifscheiben bis 250 mm Durchmesser am Umfang abgerichtet und profiliert werden.

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Profitable Investition

Nach etwa einem Jahr sieht Marc Huser die Anschaffung als absolut richtig. „Basierend auf den vielen Vorteilen sind wir glücklich über die Investition“, sagt er dazu. Vor allem erweisen sich die mit Drahterodieren abgerichteten Schleifscheiben über deutlich längere Standzeiten als besonders „schnittfreudig“. Das ermöglicht den Rundschleifern, nun auch mittlere und größere Serien an Hartmetallrohlingen wirtschaftlich, flexibel und kurzfristig zu schleifen. Dazu sagt Marc Huser: „Längere Standzeiten der Rundschleifscheiben bedeuten, dass wir auf unseren automatisierten Präzisionsschleifmaschinen auch unbeaufsichtigt arbeiten können. Das ermöglicht eine problemlose Mehrmaschinen-Bedienung. Bei gleicher Anzahl an Fachkräften können wir also Rohlinge in größeren Serien beispielsweise für Standardwerkzeuge der internationalen Werkzeughersteller produzieren. Allein das war für uns entscheidend, einen lukrativen Auftrag eines Werkzeugherstellers zu gewinnen. Damit erschließen wir uns ein Marktsegment, das ohne das Abrichten auf den Drahterodiermaschinen für uns überhaupt nicht lukrativ und profitabel wäre.“ Wegen der längeren Standzeiten der mit Drahterodieren abgerichteten Schleifscheiben erwägt Marc Huser inzwischen, demnächst auch in unbeaufsichtigten Arbeitsschichten, in die Nacht oder in Wochenenden hinein zu produzieren. Wie er ausführt, könne man damit nochmals wirtschaftlicher arbeiten und weitere Aufträge gewinnen. Darüber hinaus sorgt das Abrichten auf der Drahterodiermaschine dafür, dass die Rundschleifer in Remchingen auch Schleifscheiben mit schwierigen, komplexen Konturen profilieren können. Somit können sie nunmehr auch Hartmetallrohlinge für besonders komplexe Sonderwerkzeuge kurzfristig vorbearbeiten. Dazu erläutert Marc Huser: „Seit der Jahrtausendwende stehen zunehmend 5-Achs-Werkzeugschleifmaschinen wegen niedriger Investitionskosten auch für kleinere Werkzeugschleifer zur Verfügung. Diese Betriebe fertigen darauf inzwischen eine Vielzahl sehr komplexe Sonderwerkzeuge. Für diese können wir nunmehr die hochgenau rund vorgeschliffenen Rohlinge fertigen. Das erübrigt häufig das aufwändige Rundschleifen auf Werkzeugschleifmaschinen. Somit arbeiten die Werkzeugschleifer dank unserer Hartmetallrohlinge zum einen wirtschaftlicher, zum anderen können sie für zusätzliche Anwenderbranchen tätig sein, beispielsweise durch das Schleifen von Mikrowerkzeugen für die Medizintechnik.“

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Dank intuitiver Bedienung Technologie rasch beherrscht

Mit der für Schleifer zunächst völlig ungewohnten Technologie des Drahterodierens waren die Fachkräfte in Remchingen rasch vertraut. „Die von Mitsubishi Electric angebotenen vier Tage Einweisung und Training in Ratingen waren für unsere Beschäftigten völlig ausreichend. Nach der Inbetriebnahme der MV1200R Connect konnten sie unverzüglich produktiv arbeiten“, sagt dazu Marc Huser. Dank der intuitiven Führung sind die Funktionen der Drahterodiermaschine einfach verständlich sowie rasch und zuverlässig programmierbar. Anhand von 2D-Zeichnungen werden die Profile am großformatigen Bildschirm eingegeben. Mit einigen Parametern ergänzt erstellt daraus die Steuerung automatisch das NC-Programm zum Abrichten der Schleifscheiben.

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Auch mit dem Service – so er denn ausnahmsweise benötigt wird – ist er rundum zufrieden. „Die Spezialisten bei Mitsubishi Electric sind stets erreichbar. Zudem spricht man immer sofort mit kompetenten Fachkräften, die qualifiziert beraten und Anweisungen geben, aufgetretene Schwierigkeiten unverzüglich zu beheben“, freut er sich.

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Investitionen in innovative Technologie.

Erfolgreich dank innovativer Strategie

Die im Jahr 2000 gegründete PREMEX GmbH in Remchingen ist in einem eher unspektakulären Geschäftsfeld rasch gewachsen und inzwischen sogar international sehr erfolgreich.

IN EINEM KONTINUIERLICHEN ABLAUF KÖNNEN DARAUF SCHLEIFSCHEIBEN BIS 250 mm DURCHMESSER AM UMFANG ABGERICHTET UND PROFILIERT WERDEN.

IN EINEM KONTINUIERLICHEN ABLAUF KÖNNEN DARAUF SCHLEIFSCHEIBEN BIS 250 mm DURCHMESSER AM UMFANG ABGERICHTET UND PROFILIERT WERDEN.

Marc Huser sieht die Gründe dafür in der speziellen Unternehmenskultur. Zunächst hat man sich auf die guten geschäftlichen Kontakte der vier Gründer gestützt. Einhergehend überzeugen die Remchinger ihre Auftraggeber vor allem mit der hohen Qualität und Präzision der geschliffenen Hartmetallrohlinge. Sie orientieren ihre Leistungen stets flexibel an den Forderungen und am Bedarf ihrer Auftraggeber.

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Dazu investieren die Rundschleifer immer wieder in innovative Technologie, um selbst wiederum technologisch führend zu bleiben. Eine Vielzahl an Auftraggebern unterschiedlicher Unternehmensgrößen aus einem großen Spektrum an Anwenderbranchen minimiert zudem das unternehmerische Risiko.

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Das hoch motivierte Team in Remchingen besteht zumeist aus jungen, regional verwurzelten Fachkräften. Diese erhalten vom Unternehmen besondere Aufmerksamkeit und Zuwendungen, die über übliche Leistungen weit hinausreichen. Wie Marc Huser berichtet, schafft das ein besonderes Gefühl der Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Daraus ergibt sich, dass sich die Beschäftigten überdurchschnittlich engagieren und zum anhaltenden Erfolg des Unternehmens beitragen.

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Marc Huser, PREMEX GmbH

Die Spezialisten bei Mitsubishi Electric sind stets erreichbar. Zudem spricht man immer sofort mit kompetenten Fachkräften, die qualifiziert beraten und Anweisungen geben, aufgetretene Schwierigkeiten unverzüglich zu beheben.

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Unternehmen zeigen Profil

Name und Sitz des Unternehmens:
PREMEX GmbH
Deutschland

Gründungsjahr:
2000

Geschäftsführung:
Andreas Hummel, Daniel Hummel, Marc Huser, Viktor Wagner

Mitarbeiterzahl:
70, davon 5 Auszubildende

Branchen:
Automobil, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Uhren und Feinwerktechnik

Kerngeschäft:
Rundschleifen und Profilschleifen von Rohlingen aus Hartmetall für spanende Werkzeuge zur Holz-, Kunststoff- und Metallbearbeitung, Handel mit Hartmetallstäben

Kontakt

PREMEX GmbH
Im Holderle 28
75196 Remchingen
Deutschland

Fon +49 (0) 7232 – 31990 – 0
Fax +49 (0) 7232 – 3199-50

info@premex.de
www.premex.de

Profis zeigen Profil: Marc Huser

Interview

Wie meistern Sie die aktuelle Situation, in der Rohstoffe knapp und somit deutlich teurer werden?
Wir haben – vielleicht ohne die konkrete Entwicklung im voraus zu wissen – bereits vor einigen Monaten sehr viel Rohstoffe in Form von Hartmetallstäben und -stangen beschafft und in unser Lager aufgenommen. So arbeiten wir ohnehin, da wir flexibel unterschiedlichste Aufträge sehr kurzfristig bearbeiten wollen. Wir können im eigenen Lager jederzeit auf eine Vielzahl an Abmessungen und Sorten von Hartmetall zugreifen. Diese eigentlich betriebswirtschaftlich unerwünschte Bevorratung kommt uns in der aktuellen Situation sehr zugute. Während andere Zulieferer mitunter nicht mehr kurzfristig liefern können, haben wir kaum Engpässe. Auch hinsichtlich der Kosten und der Wirtschaftlichkeit zahlt sich nun unser Lager aus.
Irgendwann leert sich aber auch der umfassendste Vorrat. Was dann?
Wir haben mit unseren Rohstofflieferanten langfristig laufende Verträge über Abnahmemengen und Preise geschlossen. Das entspricht unserem Leitmotiv: Wir sind angetreten, um zu bleiben. Wir streben danach, über lange Zeit eine solide Geschäftsentwicklung voranzutreiben und als Unternehmen zu bestehen.
Ihre Unternehmensentwicklung wird aber auch vom technologischen Wandel beeinträchtigt werden. Künftig wird die Elektromobilität deutlich ausgebaut, der konventionelle Antriebsstrang verliert an Bedeutung. Das vermindert auch den Bedarf an Werkzeugen zum Bohren und Fräsen. Wie bereiten Sie sich darauf vor?
Wir suchen fortlaufend nach Innovationen rund um unsere Kernleistungen, also das Präzisionsschleifen von Hartmetallen. Ich bin sicher, dass es eine Vielzahl industrieller Anwendungen für hochgenau rundgeschliffene, zylindrische oder profilierte Hartmetalle gibt. Unser Portfolio an Leistungen werden wir – technologisch angelehnt an unsere bisherigen Kernkompetenzen – gezielt und erfolgsorientiert in diese Richtung erweitern.

Marc Huser

Co-Geschäftsführer
PREMEX GmbH

Marc Huser, PREMEX GmbH

Marc Huser, PREMEX GmbH

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