Bier aus Reis – geht das überhaupt?

Wer meint, dass in Japan vor allem Sake und Pflaumenwein getrunken wird, der irrt. Bier ist bei Weitem das beliebteste Getränk des Landes und hat seit seiner Reise von Europa in den Fernen Osten einen wahren Siegeszug hingelegt. In Japan aus Reis und Mais gebraut, ist es vollmundig im Geschmack, im Vergleich zu deutschen Bieren jedoch etwas leichter. Die bekannteste Marke Kirin Beer K. K. soll an dieser Stelle vorgestellt werden.

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Bier aus Reis – geht das überhaupt?

Bier aus Reis – geht das überhaupt?

Wer meint, dass in Japan vor allem Sake und Pflaumenwein getrunken wird, der irrt. Bier ist bei Weitem das beliebteste Getränk des Landes und hat seit seiner Reise von Europa in den Fernen Osten einen wahren Siegeszug hingelegt. In Japan aus Reis und Mais gebraut, ist es vollmundig im Geschmack, im Vergleich zu deutschen Bieren jedoch etwas leichter. Die bekannteste Marke Kirin Beer K. K. soll an dieser Stelle vorgestellt werden.

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Bier aus Reis – geht das überhaupt?

Kirin Beer K. K. – die Geschichte des Unternehmens

Als der Norweger Johan Martinius Thoresen Mitte des 19. Jahrhunderts über Amerika nach Japan kam, brachte er die Rezeptur für echtes europäisches Bier mit in den Fernen Osten. Unter dem Namen William Copeland öffnete er zunächst eine Molkerei und kurze Zeit später die erste namhafte Brauerei
des Landes. Nach mehreren Versuchen, das Getränk zu etablieren, sammelte er schließlich finanzkräftige Helfer, die 1888 schließlich den Brand Kirin entwickelten. Der Name Kirin wurde von einem uralten Fabelwesen aus der japanischen und chinesischen Mythologie abgeleitet – die Figur, halb Drache, halb Pferd, lächelt die Konsumenten bis heute von jeder Flasche an.

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Die richtige Mischung für die Bierherstellung brachten schließlich Techniker und Experten aus den USA und aus Deutschland mit. Sie sorgten dafür, dass hochwertige Braukessel angeschafft wurden und das alle Prozesse perfekt ineinander griffen. Die frühe Übernahme durch das technikversierte Großunternehmen Mitsubishi sicherte das Know-how in der Produktion umso mehr ab. Schon in den 1950er Jahren schlug der Verbrauch von Bier in Japan den des eigentlichen Traditionsgetränks Sake. Zwar wird dieses ebenfalls aus Reis gemacht, die Braumethode brachte aber deutlich mehr Aroma mit und überzeugte die Japaner gänzlich vom Geschmack. Am japanischen Markt ist Kirin bis heute eine der führenden Marken und hat lediglich Asahi als nennenswerten Konkurrenten.

Bekannte Sorten: Das Kirin Lager

Zu den am meisten gekauften Biersorten in Japan zählt das Kirin Lager. In Japan wird es aus Malz, Reis und Mais gebraut und erhält dadurch seinen unvergleichlich prickelnden Geschmack. Nach dem uralten Rezept wird das Kirin Lager mit sehr viel Sorgfalt gebraut und fermentiert bei niedrigen Temperaturen. Das fünfprozentige Getränk begeistert im Abgang mit einer leichten Zitrusnote. Typisch für die japanischen Biere allgemein ist die ausgewogene Mischung zwischen malziger Süße und einem etwas herben Geschmack, der sich erst spät im Mund richtig entfaltet. Das originale Reislager aus Japan in Deutschland zu bekommen, ist bisweilen mit Schwierigkeiten verbunden. Hierzulande wird es von der Brauerei Weihenstephan nach dem Reinheitsgebot hergestellt. Entsprechend ist die Zusammensetzung etwas anders.

Ichiban Shibori – Bier mit Methode

Ichiban Shibori ist ein ganz besonderes Bier. Es folgt der Druckmethode und besteht in Japan aus Reis und Mais, in Europa aus Malz, Hopfen und Wasser. Das Verfahren ist weltweit einzigartig und presst die Aromastoffe im Malz geradezu in das Bier hinein. Nach dem die Maische gefiltert und gekocht wird, beginnt die Fermentierung. In zwei Druckbehältern wird das Bier klar und geschmacksreich. Eine herbe Note ist für Ichiban Shibori typisch. Auffällig sind der prickelnde Geschmack am Anfang und das sich direkt danach entfaltende reiche Bouquet. Trotz der Verwendung von 100 Prozent Malz, ist diese Kirin-Variation erstaunlich leicht und wird gerne in japanischen Restaurants zu feiner Küche getrunken. Egal, ob Sushi, Takoyakis oder Ramen-Nudeln – das trendige Bier ist vielseitig in seiner Kombination mit verschiedenen Speisen. Vielerorts wird mit dem Spruch „Teinei ni“ Werbung für Ichiban Shibori gemacht. Der Begriff steht für eine bestimmte Form des Lifestyles, bei der es auf bewusste Entscheidungen, betonte Einfachheit und reinen Geschmack ankommt. Entsprechend gut passt Ichiban Shibori mit seinen wenigen ausgewählten Zutaten zu dieser japanischen Philosophie. In der Zukunft wird die Brauerei weiter am Hochdruckverfahren arbeiten und weitere Kreationen für den weltweiten Markt entwerfen.

Weltweit einzigartiges Verfahren.

Wo kann man Kirin Beer in Deutschland kaufen?

In Deutschland kann man Produkte von Kirin Beer in nahezu allen Asialäden und in speziellen Japanzentren finden. Neben Metropolen wie Berlin, Hamburg, Köln und München ist Düsseldorf einen Besuch wert. Hier lebt die größte japanische Community in Deutschland, besitzt ihre eigenen Läden und feiert eine ganze Reihe an japanischen Kulturfesten. Des Weiteren werden in vielen europäischen Städten Picknick- und Open-Air-Veranstaltungen zur Kirschblüte im März oder April organisiert. Gut zu wissen ist, dass Kirin-Biere auch in Deutschland selbst produziert, also nicht importiert werden müssen. Dadurch sinkt der Preis deutlich. Bereits vor vielen Jahren hat die Firma einen Vertrag mit der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan abgeschlossen, die für Kirin nach bewährter und patentierter Methode braut. Im Gegenzug haben sich die Japaner zum Vertrieb des deutschen Bieres verpflichtet. Nachteilig ist eventuell, dass die bayerische Variante aufgrund des Deutschen Reinheitsgebots von 1516 nicht auf Mais oder Reis zurückgreift. Weihenstephan setzt dagegen ausschließlich Hopfen, Malz, Hefe und Wasser ein. Da das Pressverfahren beim Ichiban Shibori dasselbe ist, kommt die europäische Variante jedoch nah an das Original heran. Wer nach Japan fährt, wird dennoch deutliche Unterschiede im Geschmack merken – der Reis gibt dem Bier schlichtweg andere Aromastoffe mit als das Gerstenmalz.

 

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