Der Mann, der die Flex an seine Erodiermaschine anlegte

Krüger Erodiertechnik arrondiert sein Leistungsspektrum für die Großteilebearbeitung mit der FA50-S Advance V – nicht weniger als die größte Drahterodiermaschine der Welt.

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Der Mann, der die Flex an seine Erodiermaschine anlegte

Krüger Erodiertechnik arrondiert sein Leistungsspektrum für die Großteilebearbeitung mit der FA50-S Advance V – nicht weniger als die größte Drahterodiermaschine der Welt.

Würden Sie an Ihrer Hightech-Drahterodiermaschine die „Flex“ ansetzen, um anschließend mit maschinenbaulicher Raffinesse einen längeren Z-Weg und einen vergrößerten Tank zu realisieren? Wohl kaum! Und eben deshalb ist die Story über die Krüger Erodiertechnik GmbH & Co. KG eine bestimmt einzigartige Erfolgsgeschichte. Zumal der Auftragsfertiger aus Biedenkopf nicht nur bei einer seiner inzwischen zahlreichen Mitsubishi Electric-Maschinen Hand angelegt hat, sondern von Mal zu Mal und von Maschine zu Maschine immer mutiger geworden ist. Bis auf imposante Schneidhöhen von 980 mm hatte es das Unternehmen auf seinem kreativen Weg gebracht. Und weil selbst diese Dimensionen den eigenen Anforderungen und vor allem jenen der Kunden nicht mehr in jedem Fall gerecht werden konnten, installierte das Unternehmen jüngst als erstes europäisches Unternehmen in die größte Drahterodiermaschine der Welt – namentlich in die FA50-S Advance V von Mitsubishi Electric.

In Relation zur eigenen (Erfolgs-)Geschichte ist die Investition der Krüger Erodiertechnik GmbH in die FA50-S Advance V von Mitsubishi Electric eine logische Konsequenz, wie die „Chronologie zum Weltrekord“ deutlich macht. Denn seit gut 14 Jahren agiert die Krüger Erodiertechnik GmbH & Co. KG in Biedenkopf bereits erfolgreich als Auftragsfertiger für unterschiedlichste Branchen – vom Maschinen- und Anlagenbau über die Automobilindustrie sowie den Werkzeug- und Formenbau bis hin zu Projekten in der Luft- und Raumfahrt oder auch für den prosperierenden Bereich der Energietechnik. Nachdem sich die Biedenkopfer bei ihrem Weg in die Selbstständigkeit zunächst ausschließlich dem Drahterodieren und parallel dazu dem Startlocherodieren verschrieben hatten, wurde mit den Jahren sukzessive der Ausbau der Prozesskette zunächst um das Senkerodieren sowie die Frästechnik vorangetrieben.

„Wir suchten nach Mitteln und Wegen, den Standard zu überlisten und konnten unseren Kunden plötzlich ein Dienstleistungsspektrum bieten, das sie anderswo entweder nicht oder zumindest nicht zu solch günstigen Konditionen geboten bekommen haben.“

„Wir suchten nach Mitteln und Wegen, den Standard zu überlisten und konnten unseren Kunden plötzlich ein Dienstleistungsspektrum bieten, das sie anderswo entweder nicht oder zumindest nicht zu solch günstigen Konditionen geboten bekommen haben.“

Bauteile mit einer Größe von bis zu 2 000 x 1 600 x 600 Millimeter können auf der FA50-S Advance V bearbeitet werden.

Bauteile mit einer Größe von bis zu 2 000 x 1 600 x 600 Millimeter können auf der FA50-S Advance V bearbeitet werden.

„Sowohl in punkto Bedienbarkeit und Zugänglichkeit als auch im Hinblick auf Präzision, Schneidgeschwindigkeit und Zuverlässigkeit gab es dabei für mich nichts Besseres.“

Ganzheitliche Kundenorientierung

Später folgte der konsequente Einstieg ins Hochgeschwindigkeitsfräsen und (als komplementäre Servicedienstleistung) die Investition in das mobile Laserschweißen. Dass man über die reine Fertigungstechnik hinaus auch CAD wie CAM und CAQ mitsamt der 3D-Koordinatenmesstechnik gleichermaßen perfekt beherrscht, versteht sich angesichts der ganzheitlich kundenorientierten Krüger-Firmenstrategie wohl von selbst. Ebenso lückenlos wie die Technologie- und Verfahrenskette präsentiert sich auch das (Dienst-)Leistungs- und Materialspektrum, wobei die Krüger Erodiertechnik alle Facetten ihres Metiers gleichermaßen exzellent beherrscht und offensichtlich Vieles noch dazu quantifizierbar besser kann als andere. Insbesondere gilt dieses Attribut für die Bearbeitungsmöglichkeiten im Bereich des Drahterodierens auf den installierten Maschinen von Mitsubishi Electric. Bei denen hat man zwar stets in Standards investiert, diese jedoch nach und nach mit viel maschinenbaulicher Raffinesse auf die eigenen Ansprüche respektive jene der Auftraggeber angepasst. So wurden beispielsweise aus den rund 600 mm maximaler Schneidhöhe einer gelieferten Serienmaschine dann 750 mm, und mit einer in Eigenregie modifizierten FA 30-V schneidet Krüger heute sogar bis zu 980 mm – bei Werkstückgrößen bis 1 920 x 1 450 mm und Werkstückgewichten bis 3 000 kg.

Dass in dem Zusammenhang Hightech von Mitsubishi Electric von der Gründung des Unternehmens bis heute die Erfolgsbasis im Drahterodieren bildet, hat übrigens nichts mit deren „Umrüstfreundlichkeit“ zu tun, wie uns Friedhelm Krüger mit einem Blick zurück erläutert: „Ich kannte die Maschinen von Mitsubishi Electric aus meiner früheren Angestelltenzeit, während der ich auch mit anderen Fabrikaten in Kontakt gekommen war.
Sowohl in punkto Bedienbarkeit und Zugänglichkeit als auch im Hinblick auf Präzision, Schneidgeschwindigkeit und Zuverlässigkeit gab es dabei für mich nichts Besseres. So war es nur logisch, beim Schritt in die Selbstständigkeit kein Risiko einzugehen und auf Bewährtes und Bekanntes zu vertrauen.“

Die größte Erodiermaschine der Welt auf dem Weg zu ihrem stolzen Besitzer.

Die größte Erodiermaschine der Welt auf dem Weg zu ihrem stolzen Besitzer.

Innovationsführer Mitsubishi Electric

Und offensichtlich gab und gibt es bislang keinen Grund, an der seinerzeitigen Gründerentscheidung zu rütteln, wie Friedhelm Krüger bestätigt: „Natürlich hält man sich auf dem Laufenden und schaut bei anstehenden Investitionsentscheidungen auch mal nach links oder rechts. Aber wer einen etablierten Lieferanten verdrängen will, muss eindeutig und quantifizierbar besser sein, was bis dato keinem Wettbewerber gelungen ist. Und er lobt: „Zwischen den früheren Maschinen und der heutigen Technologie liegen Welten – das gilt für die bedienerfreundliche Steuerung ebenso wie für die leistungsfähigen Generatorsysteme. Hier zählt Mitsubishi Electric für mich unbe-streitbar zu den Innovationsführern im Bereich des Drahterodierens. Hinzu kommt eine über all die Jahre hinweg sehr hohe Zuverlässigkeit der Maschinen, was für uns als Dienstleister existenziell ist, sowie eine exzellente Unterstützung der Ratinger in allen Technologie- und Servicefragen.“

Herr Krüger macht die Entladung seiner neuen FA50-S Advance V zur Chefsache.

Herr Krüger macht die Entladung seiner neuen FA50-S Advance V zur Chefsache.

Standards überlistet

Und woher kommt die Vorliebe für außergewöhnliche Höhen beim Drahterodieren? Beantwortet Friedhelm Krüger: „Uns schmerzt einfach, eine Anfrage ablehnen zu müssen, bloß weil uns die nötigen Arbeitsbereiche fehlten. Also suchten wir nach Mitteln und Wegen, den Standard zu überlisten, statt immer gleich in teurere Maschinengrößen zu investieren. Und so haben wir bei einer kleineren Maschine mutig einen Umbau riskiert und feststellen dürfen, dass sich die Schneidhöhen der Mitsubishi Electric Maschinen, wenn man es richtig macht, ohne Einbußen im Arbeitsvermögen maschinenbaulich vergrößern lassen. Ergo konnten wir unseren Kunden plötzlich ein Dienstleistungsspektrum bieten, das sie anderswo entweder nicht oder zumindest nicht zu solch günstigen Konditionen geboten bekommen haben.“ Wohlgemerkt vorausgesetzt, dass man es richtig macht! Denn die Umbaumaßnahmen seien alles andere als trivial, wie Friedhelm Krüger nachsetzt. Zumal die neue Höhe ja nicht zulasten der Genauigkeit gehen sollte. „Wir schneiden heute auf einer getunten FA 30-V von Mitsubishi Electric bei Bauteilen von 700 mm Höhe mit einer Parallelität von ± 0,02 mm“, nennt der Firmengründer sogleich ein ebenso imposantes wie repräsentatives Erfolgsbeispiel. Wobei solche Ergebnisse nicht allein mit maschinenbaulicher Kunstfertigkeit zu erreichen gewesen seien, wie Krüger weiter ausführt. Vor allem hätten auch alle Schneidparameter auf die neue Aufgabenstellung angepasst werden müssen, weil mit den Standardwerten in solchen Dimensionen nicht viel anzufangen sei. Und nicht umsonst unterstreicht er nachdrücklich (und wohl auch mit Blick auf eventueller Nachahmungsambitionierte): „Mit der Flex allein ist es nicht getan!“

Trotz des erreichten Leistungsspektrums seiner „getunten Hochschneider“, wäre Friedhelm Krüger nicht er selbst, wenn er sich mit dem Status Quo zufrieden gegeben hätte. Denn so flexibel die Maschinen in der Höhe geworden sind, konnte er andere grundlegende Eigenschaften, wie das maximale Aufspanngewicht, nicht überlisten. Auch bei den Werkstückabmessungen, sprich bei der Aufspannfläche, hätte er ab und an noch den einen oder anderen Zentimeter mehr gebraucht.

Größte Erodiermaschine der Welt

Und weil dem so ist, hat er jüngst eine riesige FA50-S Advance V aus der Power Master-Baureihe von Mitsubishi Electric installiert und nennt damit nun nicht weniger als die größte Erodiermaschine der Welt sein Eigen. Die FA50-V erlaubt es nun, Werkstücke in Abmessungen von bis zu 2 000 x 1 600 x 600 mm und einem Gewicht bis 4 000 kg mühelos und in höchster Qualität zu bearbeiten.

An der gewohnt guten Leistung und dem hohen Bedienkomfort hat sich nichts geändert. Die einzige Neuerung für den Bediener: Der Tisch ist so groß, dass man ihn von einem Podest aus betreten kann. Individuelle Veränderungen an dieser Maschine wurden bisher weder vorgenommen, noch plant Friedhelm Krüger aus heutiger Sicht, in Sachen Schneidhöhen aktiv zu werden. Gänzlich ausschließen wollte er es aber auch nicht …

Herr Krüger (rechts) und Herr Neuendorf von Mitsubishi Electric (links) vor der größten Erodiermaschine der Welt.

Herr Krüger (rechts) und Herr Neuendorf von Mitsubishi Electric (links) vor der größten Erodiermaschine der Welt.

 

 

 

Unternehmen zeigen Profil

Name und Sitz des Unternehmens:
Krüger Erodiertechnik GmbH & Co. KG, Biedenkopf, Deutschland
Gründungsjahr:
1996

Mitarbeiterzahl: 12

Geschäftsführer:
Friedrich Wilhelm Krüger

Kerngeschäft:
Dienstleister im Bereich Drahterodieren, Senkerodieren und HSC Fräsen

Kundenkontakt:

Krüger Erodiertechnik GmbH & Co. KG
Zur Wolfskaute 8-10
35216 Biedenkopf
Deutschland

Tel: +49 (0) 64 61 / 92 63-0
Fax: +49 (0) 64 61 / 92 63-25

info@erodieren.de

www.erodieren.de

Profis zeigen Profil: Friedrich Wilhelm Krüger

Interview

Bitte beschreiben Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut!
Wir sind Lohndienstleister in den Bereichen Drahterodieren, Senkerodieren sowie HSC Fräsen und in der Welt von kleinsten Bauteilen bis größten Dimensionen in der Prototypen- oder Serienfertigung zu Hause.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Als Jugendlicher beim Autowaschen.
Was treibt Sie an?
Positives Denken.
Was machen Sie heute anders als vor fünf Jahren?
Habe ich vor 5 Jahren etwas falsch gemacht?
Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in fünf Jahren positioniert?
Ich denke, wir werden uns weiter spezialisieren. In welche Richtung, das entscheiden unsere Kunden zu einem großen Teil mit. Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist deren Aufgabenstellung auch die Unsere.
Was war Ihr größter unternehmerischer Erfolg?
Ideen zu haben und sie umzusetzen.
Wie können Sie am besten entspannen?
Mit Freunden.
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei anderen am meisten?
Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit.
Was war der klügste Rat, den Sie je bekamen?
Mich selbstständig zu machen!
Wenn Sie von einem technisch völlig unkundigen Bekannten gefragt werden, was Sie tun, wie würden Sie es ihm in einem Satz erklären?
Wir schneiden mit einem 0,3 mm dünnen Draht so ziemlich alle Metalle durch, ohne dabei mit dem Material in Berührung zu kommen.

Friedrich Wilhelm Krüger


Krüger Erodiertechnik GmbH & Co. KG

Seit gut 14 Jahren ist Friedrich Wilhelm Krüger erfolgreich als Auftragserodierer tätig.

Seit gut 14 Jahren ist Friedrich Wilhelm Krüger erfolgreich als Auftragserodierer tätig.

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